Hanauer Schulen pflanzen Apfelbäume als Zeichen des Gedenkens.

Den Anfang macht die Hohe Landesschule Hanau – weitere Schulen sollen folgen.

„Erinnern braucht Zukunft – damit Erinnerungen lebendig bleiben, müssen Menschen diese weitergeben. Dazu brauchen sie Orte, die erinnern und an denen Austausch stattfinden kann. Lebendige Orte die uns anziehen. Ein Baum, umgeben von einer runden Bank, der im Frühjahr blüht, im Sommer Schatten spendet und im Herbst Obst verschenkt, kann so ein Ort werden.“ Mit diesen Worten kommentierte die Schülerin Melissa Cakmak im März die Pflanzung eines Erinnerungsbaumes an der Hohen Landesschule zum Gedenken an die Opfer des Attentats vom 19. Februar 2020, dem Tag des rassistischen Attentats von Hanau.

Der symbolträchtige Apfelbaum, der die Schüler*innen und Lehrer*innen sowie Besucher*innen der Hohen Landesschule begrüßt, geht zurück auf die engagierte Projektarbeit an dem Gymnasium, das sich bereits seit vielen Jahren zu der Selbstverpflichtung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bekennt.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky wünscht sich, dass viele diesem Beispiel folgen und alle Hanauer Schulen mit einem Apfelbaum ein unübersehbares Zeichen setzen werden.

 

2021 04 22 Schule ohne Rassismus Erinnerungsbaum

 © Stadt Hanau

 

Die Förderung der Baumpflanzungen und Sitzgelegenheiten als schulübergreifendes Projekt kann über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ beantragt werden.

Im Nachgang zu den Gedenkfeiern 2020, an denen auch Schüler*innen teilgenommen hatten, bildete sich die Idee heraus, mit der Pflanzung eines Apfelbaumes ein Zeichen zu setzen. Daraus entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ ein schul- und stadtteilübergreifendes Projekt. Schulleiter Martin Göbler wünschte sich in seiner Ansprache, dass noch viele Apfelbäume als Symbol einer lebendigen und friedlichen Gesellschaft gepflanzt werden und sich weitere Schulen der Aktion anschließen: „Wir alle müssen uns auf unsere Vorurteile hin prüfen, damit wir in Gleichberechtigung, Vertrauen, Respekt und Verständnis zusammenleben können“. Er hofft, dass die Schule einen Ort geschaffen hat, der „uns über die Ereignisse des 19. Februar 2020 hinaus an unsere Pflicht erinnert, an die Pflicht zum Dialog, um Alltagsrassismus und Alltagsdiskriminierung entschieden zu begegnen“.

 

Die nächste Pflanzung steht bereits fest – Lindenauschule beteiligt sich an der Aktion.

Hermann Alig, Leiter der Lindenauschule in Hanau-Großauheim, erhielt den Pflanzspaten von Hola-Schulleiter Martin Göbler. Auch die Lindenauschule gehört dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an. Dort soll zeitnah ebenfalls ein Apfelbaum gesetzt werden.

 

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