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Projekte 2021

Kurzfilm „SCHWARZWEISS“ mit Sonderpreis „Demokratie (er)leben“ ausgezeichnet

Das Filmteam der 10h der Karl-Rehbein-Schule überzeugt beim Kurzfilm-Festival „JUNG & ABGEDREHT – Nr. 9“ 2021.

Die Preisverleihung fand in diesem Jahr, wie auch das Hanauer Kurzfilm-Festival selbst, coronabedingt ausschließlich in virtueller Form statt.

Release des Musikvideo „Going round in circles“

Nach dem Anschlag vom 19. Februar 2020 hat der Hanauer Musiker Kamran Inaiat den Song „Going Round in circles“ geschrieben.

#SayTheirNames

Die Namen der Opfer nie vergessen!

In Gedenken an Fatih, Ferhat, Gökhan, Hamza, Kaloyan, Mercedes, Said Nesar, Sedat und Vili.

Das sind die Namen der neun Menschen, die der Attentäter von Hanau aus rassistischen Motiven getötet hat. Es sind die Namen der jungen Menschen deren Tod Menschen weit über Hanau hinaus bewegt.

Diese Namen sollen den Namen des Attentäters überschatten. Aus diesem Grund werden in den sozialen Medien die Namen und Fotos der Ermordeten geteilt.

Schon am Morgen nach dem rechtsterroristischen Anschlag posteten die ersten Hanauer*innen bei Facebook und Instagram Fotos der Frau und der acht Männer, die in der Nacht ermordet worden waren.

 

Kunstaktion: „Mensch ist Mensch*“

In der Zeit der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2021 setzen wir ein Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität in HANAU – von Menschen für Menschen, für Verbundenheit und Liebe – grenzenlos! Gemeinsam sind wir kreativ und machen HANAU bunter!

Aktionstag „Vorsicht, Vorurteile!“ am 18.03.2021

Am 18. März 2021 fand der bundesweite Aktionstag „Vorsicht, Vorurteile“ statt! Auch in Hanau setzten wir ein Zeichen gegen Rassismus.

Am Aktionstag machten die Programmpartnerinnen und -partner darauf aufmerksam, dass Rassismus ein echtes Problem in Deutschland ist. Parallel zu den "Internationalen Wochen gegen Rassismus" waren in vielen Städten Bodenaufkleber zu sehen, die dazu aufriefen, sich seiner Vorurteile bewusst zu werden.

Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage in Hanau

Oberbürgermeister Claus Kaminsky und „Demokratie (er)leben Hanau“ rufen alle Hanauer Schulen auf, sich für das Thema und den Titel einzusetzen.

1995 wurde das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ins Leben gerufen. Inzwischen engagieren sich fast 3.500 Schulen und über zwei Millionen Schüler*innen mit vielfältigen Projekten gegen Diskriminierung, Rassismus und Gewalt: So gibt es u.a. Konzerte gegen Rassismus, Diskussionsrunden mit der Lokalpolitik, Projekttage, Workshops, Kunstaktionen, Kulturfeste und Theatervorstellungen. Welchen Themenbereichen sich die Kinder und Jugendlichen widmen, entscheiden sie selbst: Dazu zählen neben Rassismus auch Mobbing, Antisemitismus, Hate Speech im Internet, Sexismus oder Homosexuellen- und Transfeindlichkeit. Indem sich die Schüller*innen aktiv um eine demokratische Schulkultur bemühen, lernen sie auch, wie gesellschaftspolitische Teilhabe funktioniert.

 

Hohe Landesschule und Lindenauschule engagieren sich bereits im Netzwerk.

In Hanau tragen bereits die Hohe Landesschule und die Lindenauschule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und es sollen weitere folgen, so der Wunsch von Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Anna Jagust (AWO Hanau/Demokratie (er)leben Hanau): „Hierfür bieten wir Hilfestellung und begleiten die Schüler*innen und Lehrkräfte gerne im Prozess“.

 

Hanauer Schulen pflanzen Apfelbäume als Zeichen des Gedenkens. Den Anfang macht die Hohe Landesschule Hanau – weitere Schulen sollen folgen.

„Erinnern braucht Zukunft – damit Erinnerungen lebendig bleiben, müssen Menschen diese weitergeben. Dazu brauchen sie Orte, die erinnern und an denen Austausch stattfinden kann. Lebendige Orte die uns anziehen. Ein Baum, umgeben von einer runden Bank, der im Frühjahr blüht, im Sommer Schatten spendet und im Herbst Obst verschenkt, kann so ein Ort werden.“ Mit diesen Worten kommentierte die Schülerin Melissa Cakmak im März die Pflanzung eines Erinnerungsbaumes an der Hohen Landesschule zum Gedenken an die Opfer des Attentats vom 19. Februar 2020, dem Tag des rassistischen Attentats von Hanau.

Der symbolträchtige Apfelbaum, der die Schüler*innen und Lehrer*innen sowie Besucher*innen der Hohen Landesschule begrüßt, geht zurück auf die engagierte Projektarbeit an dem Gymnasium, das sich bereits seit vielen Jahren zu der Selbstverpflichtung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bekennt.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky wünscht sich, dass viele diesem Beispiel folgen und alle Hanauer Schulen mit einem Apfelbaum ein unübersehbares Zeichen setzen werden.

 

Die Förderung der Baumpflanzungen und Sitzgelegenheiten als schulübergreifendes Projekt kann über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ beantragt werden.

Im Nachgang zu den Gedenkfeiern 2020, an denen auch Schüler*innen teilgenommen hatten, bildete sich die Idee heraus, mit der Pflanzung eines Apfelbaumes ein Zeichen zu setzen. Daraus entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ ein schul- und stadtteilübergreifendes Projekt. Schulleiter Martin Göbler wünschte sich in seiner Ansprache, dass noch viele Apfelbäume als Symbol einer lebendigen und friedlichen Gesellschaft gepflanzt werden und sich weitere Schulen der Aktion anschließen: „Wir alle müssen uns auf unsere Vorurteile hin prüfen, damit wir in Gleichberechtigung, Vertrauen, Respekt und Verständnis zusammenleben können“. Er hofft, dass die Schule einen Ort geschaffen hat, der „uns über die Ereignisse des 19. Februar 2020 hinaus an unsere Pflicht erinnert, an die Pflicht zum Dialog, um Alltagsrassismus und Alltagsdiskriminierung entschieden zu begegnen“.

 

Die nächste Pflanzung steht bereits fest – Lindenauschule beteiligt sich an der Aktion.

Hermann Alig, Leiter der Lindenauschule in Hanau-Großauheim, erhielt den Pflanzspaten von Hola-Schulleiter Martin Göbler. Auch die Lindenauschule gehört dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an. Dort soll zeitnah ebenfalls ein Apfelbaum gesetzt werden.

 

Partnerschule in Italien schließt sich der Baumpflanzaktion der Hola an.

Als das Liceo Statale Francesco Cecioni, E-Twinning Partnerschule der Hola in Livorno von der Pflanzaktion hörte, fasste man den Entschluss, sich am Projekt zu beteiligen. Der Deutschkurs 3A/B der Einführungsphase unter der Leitung der Deutschlehrerin, Scilla Corrao, hatte bereits mit einer Videobotschaft ihre Anteilnahme für die Opfer und Hinterbliebenen des Anschlags vom 19. Februar 2020 ausgedrückt. Am 26. März wurde in Anwesenheit des Bürgermeisters Luca Salvetti sowie der Schulleiterin Cristina Grieco im Garten der Schule ein Apfelbaum gepflanzt. Über dieses Zeichen der Solidarität freut sich ganz besonders der Q2-Italienisch-Kurs von Alexandra Volpe an der Hola, der seit September 2020 einen regen Austausch mit den Schüler*innen aus Italien pflegt.

Hanaus Oberbürgermeister Klaus Kaminsky bedankte sich bei den Cecioni-Schüler*innen, indem er auch den Namen der italienischen Schule auf dem Spaten anbringen ließ, der von Schule zu Schule weitergegeben werden soll.

 

Wie wird man „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“?

Der Titel ist weder eine Auszeichnung noch ein Zertifikat, sondern vielmehr eine Selbstverpflichtung. Schulen können den Titel tragen, wenn sich in einer geheimen Abstimmung mindestens 70 Prozent aller Schüller*innen und Lehrkräfte, dazu verpflichten, sich gegen Diskriminierung jeder Art einzusetzen.

 

Weiterführende Informationen

https://www.schule-ohne-rassismus.org/mitmachen/courage-schule-werden/

https://www.schule-ohne-rassismus.org

Ausstellungseröffnung „Der Weg der Sinti und Roma“

Vernissage

„Der Weg der Sinti und Roma“ – Wie Vorurteile und „Zigeuner“-Bilder einen Völkermord möglich machen können.

Zur Alltagsdiskriminierung: Typisch „Zigeuner“?

Mythos und Wirklichkeiten

Für den Film wurden Angehörige der Minderheit im Alter zwischen 12 und 50 Jahren in Hessen zu ihren Erfahrungen mit Ausgrenzung und Antiziganismus interviewt.

Finissage der Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“

Mit der Präsentation „Hanau.Auschwitz.“
Zur Verfolgung der Sinti und Roma in Hanau und Umgebung

Am 23. März 1943 wurden nach vorher erstellten Listen die meisten der in Hanau und Umgebung lebenden Sinti und Roma verhaftet und in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

Frischer Gypsy-Jazz mit dem Gismo Trio und Cheyenne Graf

Dass aus dieser kleinen aber feinen Besetzung in kürzester Zeit eine der weltweit führenden und frischesten Gypsy-Jazz-Formationen überhaupt werden sollte, war den wenigsten bewusst.

Lesung: „Und eisig weht der kalte Wind“

Das Buch konzentriert sich auf die Geschichte der Mutter der deutschen Sintiza Sichla Weiss, die 1940 im Alter von 14 Jahren zusammen mit ihren Verwandten aus Hamburg in das Zwangsarbeitslager Belzec im deutsch besetzten Polen deportiert wurde. Sichla überlebte fünf Jahre in verschiedenen Konzentrationslagern.

„Ich habe das Lachen nicht verlernt“

Ein Zeitzeugengespräch mit Edith Erbrich

Edith Erbrich wurde am 14. Februar 1945 als Siebenjährige mit ihrem jüdischen Vater und ihrer Schwester nach Theresienstadt deportiert. Sie erinnert sich an die ehemalige Großmarkthalle, von der aus die Züge ins KZ abfuhren und wie sie in den letzten Transport einsteigen musste.

„Ein fast unbekanntes Verbrechen“

Der Todesmarsch der KZ-Gefangenen durch den Main-Kinzig-Kreis

Vom 24. März bis zum 29. März 1945 wurden Gefangene des KZ Katzbach/Adlerwerke auf einem Todesmarsch von Frankfurt nach Hünfeld getrieben.

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